Viele Gastronomen möchten aus Image-Gründen doch gar keinen Heizpilz, die kennen ja die Debatte ums Klima, die wissen doch was los ist in der Welt! Wir brauchen kreative und nachhaltige Lösungen, da gehört der Heizpilz sicher nicht dazu.

Nicole LudwigSprecherin für Wirtschaft & Sport

Die Gastronomie in Berlin kämpft ums wirtschaftliche Überleben. Erst waren ihre Gaststätten ganz geschlossen; jetzt schränken die Coronaauflagen die Zahl der Gäste und damit die Verdienstmöglichkeiten ein. Heizpilze vor dem Lokal wären eine Lösung, um die Zahl der Gäste auch in der kalten Jahrszeit hoch zu halten. Die FDP fordert mit ihrem Antrag „Berliner Gastronomie winterfest machen“ eine Aufhebung des Heizpilzverbotes bis März 2021 einheitlich für ganz Berlin. SPD und Linke schätzen die Lage ähnlich ein; erklären den Senat aber für nicht zuständig. Die Bündnisgrünen lehnen den Antrag der „Klimaverleugner“ rundweg ab und fordern dazu auf, andere Lösungen zu suchen.

„Pilze gehören auf den Teller, nicht auf die Terrasse“, erklärt Nicole Ludwig in Ihrer Rede. Es gibt genug alternative Wärmespender, die das Klima weniger belasteten und für die Außenbereiche der Gastronomie genutzt werden könnten – beispielsweise elektrische Heizstrahler oder Infrarot-Strahler. Außerdem sind Heizpilze kein Allheilmittel. „Heizpilze helfen nur kurz für das Bier, nicht aber für das 5-Gänge-Menü.“

Quelle: rbb.de