*Update* – Überbrückungshilfen des Bundes verlängert (Sept.-Dez. 2020)

(Stand: 21. Juli 2020, Quelle bmwi.de)

Die Überbrückungshilfe ist ein Zuschuss bei Corona-bedingten Umsatzrückgängen für die Monate Juni bis August und schließt zeitlich an die Soforthilfen an. Auch kleine Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler können Überbrückungshilfe erhalten. Die Registrierung auf dem Antragsportal startet am 8. Juli 2020. Mehr Informationen unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

KfW-Sonderprogramm auch für die freien Berufe!

(Stand: 21. Juli 2020, Quelle bmwi.de)

Neben den Soforthilfen für kleine Unternehmen bis 10 Beschäftigte stehen umfassende Kreditprogramme für gewerbliche Unternehmen jeder Größenordnung sowie den freien Berufen offen. Das neue KfW Sonderprogramm 2020 ist am 23. März 2020 gestartet. Die Kreditbedingungen wurden nochmals verbessert. Niedrigere Zinssätze und eine vereinfachte Risikoprüfung der KfW bei Krediten bis zu 10 Millionen Euro schaffen weitere Erleichterung für die Wirtschaft. Weitere Infos finden Sie hier.

Was Sie jetzt tun können:

(Stand: 22.03.)

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus stellt Wirtschaft und Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Berliner Unternehmerinnen und Unternehmer sind bereits mit großer Härte von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen. Aufgrund des hohen Anteils an Selbständigen leidet insbesondere die Berliner Kreativwirtschaft unter den Einschränkungen des sozialen und kulturellen Lebens, der Absage von Veranstaltungen, unterbrochenen Lieferketten und geschlossenen Läden. Die Bundesregierung und das Land Berlin haben Soforthilfeprogramme geschnürt, welche Sie in dieser Krise unterstützen. Steuerstundungen, Zuschüsse, Grundsicherung – es gibt einige Möglichkeiten, zu denen wir nachfolgend Informationen zusammengefasst haben.

In der Spalte unten finden Sie ergänzende Links und Ansprechpartner*innen.

Grundsicherung beantragen

Update: Ka­bi­nett ver­län­gert ver­ein­fach­ten Zu­gang zur Grund­si­che­rung
Nach dem Bundeskabinettsbeschluss am 17. Juni 2020 profitieren Menschen mit entsprechendem Bedarf von einem erleichterten Zugang zu den Leistungen der Grundsicherung bis zum 30. September 2020.

Nach SGB II können Selbstständige mit unzureichendem Einkommen Grundsicherung beantragen. Der Zugang zu dieser finanziellen Leistung wurde durch das Sozialschutz-Paket der Bundesregierung vorübergehend erheblich erleichtert.

Durch das Gesetz gelten für die Grundsicherung neue Regeln:

Wenn Ihr Bewilligungszeitraum zwischen dem 01.03.2020 und dem 30.09.2020 beginnt, dürfen Sie Erspartes (Vermögen) in den ersten 6 Monaten, in denen Sie die Leistungen erhalten, behalten soweit nicht eine besondere Höchstgrenze überschritten wird.

In den ersten 6 Monaten des Leistungsbezugs gilt außerdem Folgendes:

Wenn Sie erstmalig einen Antrag stellen, werden die Ausgaben für Wohnung und Heizung in jedem Fall in ihrer tatsächlichen Höhe anerkannt. Das bedeutet: Niemand, der zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Grundsicherung stellt, muss deshalb jetzt umziehen.

→ Mehr Informationen und die Antragsstellung (geht auch online!) finden Sie bei der Agentur für Arbeit und beim BAMS

Kontaktieren Sie Ihre Hausbank

Lassen Sie sich von Ihrer Haus- bank beraten. Über diese kann auch die vom Bund beschlossene Liquiditätshilfe der KfW abgerufen werden. Mehr dazu unter: www.kfw.de

Steuerlast reduzieren

Ausführliche Informationen bietet das Bundesfinanzministerium.

Sprechen Sie mit Ihrem Finanzamt oder Ihrem Steuerberater über die Möglichkeit von Steuerstundungen. Finanzämter werden angewiesen, Steuern zu stunden um Liquidität bei Selbstständigen und Unternehmen zu belassen. Steuervorauszahlungen können außerdem unbürokratisch reduziert werden. Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden, Säumniszuschläge können erlassen werden. Bis zum Ende des Jahres verzichten Finanzämter auf Vollstreckungsmaßnahmen, wenn Bezug zur Corona-Pandemie besteht.

Kurzarbeitergeld beantragen

Update: Die Maßnahmen um das Kurzarbeitergeld wurden verlängert und gelten nun bis zum 31. Dezember 2021.

Wenn Ihr Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Coronavirus Kurzarbeit anordnet, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Der Bundestag hat in Anbetracht der Situation einen leichteren Zugang zum Kurzarbeitergeld beschlossen. Sie können somit Kurzarbeit anmelden, wenn mindestens 10% Ihrer Beschäftigten betroffen sind. Diese Regel gilt zudem bereits rückwirkend ab dem 1. März. Zudem ist ein teilweise oder vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden geplant. Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können künftig Kurzarbeitergeld beziehen.

Für die Beantragung ist der Arbeitgeber zuständig. Folgende Bedingungen müssen gegeben sein, damit Sie für Ihren Betrieb Kurzarbeit beantragen können.

  • Es muss in der betreffenden Firma einen erheblichen Arbeitsausfall geben.
  • Der Betrieb muss mindestens einen Arbeitnehmer beschäftigen.
  • Betroffenen Arbeitnehmern darf vor der Kurzarbeit nicht gekündigt worden sein.
  • Der Arbeitgeber muss den Arbeitsausfall im Lauf des Monats anzeigen, in dem die Kurzarbeit beginnt.
  • zehn Prozent der Beschäftigten müssen vom Arbeitsausfall betroffen sind. Die Agentur für Arbeit kommt Ihnen hier einen großen Schritt entgegen. Bislang musste das ein Drittel der Arbeitnehmer sein.

Weitere Informationen zur Beantragung von Kurzarbeit finden Sie auf der → Seite der Bundesagentur für Arbeit, den Antrag können Sie hier ausfüllen.

Ausfallhonorare beachten

Ob Sie ein Ausfallhonorar bekommen, hängt von Ihren individuellen Vertragsbedingungen ab. Auch mündlich oder per SMS/WhatsApp geschlossene Vereinbarungen sind wirksam. Achten Sie beim Abschluss von neuen Verträge darauf, dass es Regelungen über Ausfallhonorare gibt. Haben Sie in einem Projekt bereits Teilleistungen erbracht, haben Sie zumindest anteilig Anspruch auf das Honorar. Die Regelungen sind leider sehr kompliziert, es wird von Fall zu Fall abgewogen.

Infektionsschutzgesetz prüfen

Nach §56 Infektionsschutzgesetz besteht für Selbstständige in Quarantänefällen Ersatzanspruch. Die Entschädigung kann mit dem entsprechenden Bescheid vom Gesundheitsamt bei der → Senatsverwaltung für Finanzen beantragt werden.

Quellen & Linkliste

Ich bin persönlich für Sie da!

Jeden Mittwoch, von 17.00 bis 18.00 Uhr in meiner Online-Sprechstunde rund um die Wirtschaftshilfen zu Corona.

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