Die Förderung von Unternehmerinnen bei der Gründung und Ausweitung ihrer Geschäfte ist uns ein großes Anliegen – wir werden uns weiter für die politische Unterstützung stark machen, um die Rahmenbedingungen zu verbessern.

Nicole LudwigSprecherin für Wirtschaft, Forschung und Sport

Am 8. August 2019 lud Nicole Ludwig, Sprecherin der Grünen Fraktion im Abgeordnetenhaus für Wirtschaft, Sport und Forschung, zum ersten Unternehmerinnen-Frühstück ein.

Das Interesse war groß, was nicht überrascht hat. Gibt es doch bisher wenig Formate für Frauen*, die Politik und Wirtschaft zusammenbringen. Nachdem Nicole Ludwig die Teilnehmerinnen begrüßt hatte, stellte Ramona Pop, Berlins Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe die Maßnahmen und Pläne des Berliner Senats zur Förderung von Unternehmerinnen und Frauen in der Wirtschaft vor.

So wird erstmals eine Unternehmerinnen-Akademie etabliert, die Netzwerkveranstaltungen für Unternehmerinnen organisieren wird. Neben der Vernetzung soll dadurch auch die Sichtbarkeit von Frauen erhöht werden, denn hier sind wir noch einige Meilen von einer strukturellen Gleichberechtigung entfernt. Nicht nur in Führungspositionen, sondern auch im mittleren Management – in der Wirtschaft, wie in der Verwaltung – sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert.

Bei gelockerter Atmosphäre entwickelten sich schnell eine Vielzahl von Ideen, wie die Politik Unternehmerinnen noch stärker fördern kann. Immer wieder wurde der Bedarf zur Förderung von Wachstum genannt, gepaart mit Beratungs- und Vernetzungsangeboten. Im Entwurf für den Doppelhaushalt 20/21 wurden die Mittel zur Wachstumsförderung bereits verdoppelt. Die Unternehmerinnen-Akademie wird den Wunsch nach Vernetzung und Beratung aufnehmen.

Aber auch die Rahmenbedingungen für Frauen, die gründen wollen, müssen sich stärker an der Lebenswirklichkeit der Frauen orientieren. Der Mangel an wohnortnahen Kitaplätzen oder Steuerberaterinnen schränkt Frauen nach wir vor in ihrem Unternehmerinnentum ein. Hier müssen und wollen wir unsere parlamentarischen Möglichkeiten nutzen – sei es von der Bereitstellung von Räumen für gemeinwohlorientiertes Gewerbe wie Kitas oder der Förderung von Betriebskitas.

The sky is the limit. Getreu diesem Motto werden wir in der Grünen Fraktion weiterkämpfen – für den Abbau struktureller Diskriminierung, einer Normalisierung von gründenden Frauen und Frauen in Führungspositionen. Für uns ist dies mit zwei Fraktionsvorsitzenden bereits eine Selbstverständlichkeit. Wir brauchen Vorbilder für Unternehmerinnen und Managerinnen. Lassen Sie uns gemeinsam dazu beitragen, dass wir diese Vorbilder sichtbar machen.