Die Leistungen der DLRG für die Berlinerinnen und Berliner kann nicht genug gewürdigt werden. Seit Jahrzehnten setzt sich der Verein nicht nur für die Badesicherheit ein, sondern beteiligt sich am Katastrophenschutzdienst des Landes Berlin.

Nicole LudwigSprecherin für Wirtschaft, Forschung und Sport

Noch liegt sie ruhig da, an diesem Freitag Mittag. Doch sobald in diesem Sommer die Badesaison beginnt, erwacht auch die DLRG Station Heckeshorn zum Leben. Wochenende um Wochenende – von Freitag bis Sonntag – schieben dann Rettungsschwimmer direkt am Wannsee Dienst, um Seglern, Wassersportlern und Schwimmern im Notfall zur Hilfe zu eilen. Ehrenamtlich und während ihrer Freizeit. Dabei wird es zunehmend schwieriger junge Leute für dieses verantwortungsvolle aber zeitaufwendige Ehrenamt zu finden. Das berichtet Joachim Terborg. Er ist Leiter der Verbandskommunikation im Neuköllner DLRG, welche die Rettungsstation betreibt und schon seit Jahrzehnten im Verein aktiv. Die DLRG finanziert sich größtenteils aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Schenkungen – allein für die Betriebskosten der Wasserrettungsstationen und der Boote sowie die Ersatzbeschaffung der erforderlichen Rettungsdienstausstattung muss pro Jahr ca. 640.000 Euro aufgebracht werden. Vom Land Berlin wird der Verein jährlich nur mit ca. 160.000 € bezuschusst.

Ein untragbarer Zustand findet Nicole Ludwig, sportpolitische Sprecherin der Grünen, welche die Rettungsstation im Rahmen ihres Sportbezirkstages besichtigte: „Dass die Leistungen der DLRG, welche Jahr für Jahr die Wassersicherheit für tausende Berlinerinnen und Berliner garantieren, nur mit diesem Obolus ‚gewürdigt‘ werden ist kaum zu glauben.“

Die Grünen im Bezirk schließen sich dieser Meinung an und wollen die DLRG nun im Rahmen ihrer Möglichkeiten stärker unterstützen. Ein Antrag, welcher die Bezuschussung von notwendiger Arbeitskleidung für ehrenamtlich tätige Jugendliche fordert, befindet sich gerade im Geschäftsgang der BVV.