Grüne Bedingungen für einen Stadionneubau

By 5. Dezember 2018 Januar 2nd, 2019 AGH, Anfragen, Presse, Sport

Mit der Ankündigung, das neue Stadion am 25. Juli 2025 eröffnen zu wollen, hat sich Hertha BSC selbstbewusst positioniert – und das, obwohl das Parlament noch gar nicht zugestimmt hat. Daher wollte ich vom Senat in der Plenarsitzung wissen, ob der kommunizierte Eröffnungstermin vom Senat bestätigt werden könne und welche Voraussetzungen schon erfüllt wurden.

Überraschenderweise antwortete nicht der zuständige Innensenator, sondern die Bausenatorin Katrin Lompscher, mit Ausführungen zum planungsrechtlichen Zusammenhang. Sie verwies darauf, dass es noch keinen Antrag gibt, einen Stadionneubau durchzuführen und dass sich an dieser Stelle erst ein Bebauungsplanverfahren anschließen würde. In diesem würden dann relevante Fragen aufgerollte und geklärt werden. Aufgrund der Komplexität schließt die Senatorin nicht aus, dass sich der Senat für zuständig erklärt und dass das Verfahren sich über zwei Jahre erstrecken könnte.

Auf meine Nachfrage zum veranschlagten Erbpachtzins gab es, bis auf den Verweis auf die gegenwärtige unabhängige Prüfung, keine Antwort.

«Es wird keine Zusage für ein neues Stadion geben, wenn nicht gleichzeitig ein „Masterplan“ für den gesamten Olympiapark vorliegt»
Nicole Ludwig

Nichtsdestotrotz drückt Hertha auf das Gaspedal und der Senat, sowie die Stadt müssen sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Für mich ist dabei klar: Ohne Masterplan für den gesamten Olympiapark stellt sich die Frage nach einem neuen Stadion gar nicht. Unser Ziel muss es sein, möglichst viele Flächen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und so die Vereins- aber auch die Freizeit- und Einzelsportler zu stärken. Mit so wenigen Sportflächen in der Stadt, ist ein geöffneter Olympiapark ein Gewinn für alle.