Herthas Strategie für den Stadionneubau irritiert

By 28. November 2018 Dezember 13th, 2018 Sport

„Hertha irritiert: Mit der Kommunikation eines Eröffnungstermins und eines Zeitplans, der Einigungen vorsieht, obwohl immer noch grundlegendste Fragen unbeantwortet geblieben sind.“ – Nicole Ludwig bezüglich des geplanten Stadionneubaus

Zwei Monate nach der letzten Ausschusssitzung mit Hertha BSC steht fest: die damals angesprochenen Fragen sind auch weiterhin unbeantwortet, eine Kommunikation seitens des Vereins in Richtung des Parlaments hat seitdem nicht stattgefunden. Und dennoch präsentiert der Verein seinen Mitglieder*innen einen Zeitplan, der einen Abschluss in naher Zukunft suggeriert. Unklar ist jedoch weiterhin:

  • Wie das Projekt finanziert werden soll
  • Welche Lösungen der Verein für die Anwohner*innen der betroffenen Wohnhäuser in der Sportforumstraße und der Sportjugend für die Bildungsstätte auf dem Gelände anbietet
  • Wie die Einigung über den Erbpachtzins aussieht

An diesen Baustellen ändert auch das kommunizierte Eröffnungsdatum nichts. Im Gegenteil: Denn das Parlament muss schlussendlich über den Erbbaurechtsvertrag bestimmen und kann dies nur auf Basis einer Grundlage tun, die keine offenen Fragen mehr beinhaltet. Dass der Verein beispielsweise immer noch keine Gespräche mit den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern geführt hat ist kein gutes Zeichen. Über das Stadion darf nicht im Hinterzimmer entschieden werden – es braucht eine öffentliche Debatte, welche die Bürger*innen einzieht, sowohl direkt betroffene wie auch zunächst unbeteiligte. Die bisherige Strategie des Vereins läuft diesem Punkt jedoch zuwider.